Wer vor ein paar Jahren Kredite abgeschlossen hat, wird sich bei den aktuellen Entwicklungen der Zinsen ärgern, dass er mit den Investitionen nicht noch etwas gewartet hat. Ein Darlehen über 2.500 Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren kann man momentan für einen effektiven Zinssatz ab 4,9 Prozent erhalten. Doch sollte man der angepriesenen Umschuldung nicht immer vertrauen, denn von Fall zu Fall spart man mit den teureren Zinsen mehr Geld als mit einem Wechsel.
38 Prozent der Deutschen besitzen laut einer Untersuchung der GfK Konsumforschung mindestens einen Kredit. Gleichzeitig stieg die Zahl der Privatinsolvenzen um 7,6 Prozent auf rund 140.000 Falle in der Bundesrepublik laut Creditreform an. Zu den Fällen, bei denen sich eine Umschuldung lohnt, gehört zum Beispiel das Überziehen eines Dispokredits. Kann die Summe nicht schnell beglichen werden, sollte man einen langfristigen Kredit aufnehmen, um hohen Überziehungszinsen zu entgehen. Doch auch bei den Ratenkrediten lohnt sich eine Umschuldung. In jedem Fall sollte man die Kosten abwägen, denn bei einer vorzeitigen Kündigung eines Kredits können neben Bearbeitungsgebühren weitere Kosten anfallen. Um die Bank beispielsweise vor dem Zinsausfall zu schützen, umfasst jeder Vertrag eine Vorfälligkeitsentschädigung. Aus diesem Grund lohnt sich ein Umschuldungskredit nur bei langfristigen Darlehen. Zum Beispiel lassen sich auf diese Weise langfristig günstige Zinsen sichern.